Auftragsverarbeitungsvertrag
Zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2026
Zweck
Dieser Vertrag regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Auftragsverarbeiter im Auftrag des Verantwortlichen gemäß Artikel 28 der DSGVO. Die Verarbeitung erfolgt im Rahmen der Bereitstellung der Complir-Compliance-Plattform und damit verbundener Dienstleistungen.
Art der Verarbeitung
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten, um dem Verantwortlichen Werkzeuge zur Verwaltung der Produktcompliance bereitzustellen, darunter:
- Speicherung von Lieferantenkontaktdaten
- Verarbeitung hochgeladener produktbezogener Dokumentation
- Unterstützung KI-gestützter Workflows für Klassifizierung, Übersetzung und Risikobewertung
Arten personenbezogener Daten
Die verarbeiteten Datenarten können unter anderem Folgendes umfassen:
- Name
- Telefonnummer
- Unternehmenszugehörigkeit
- Rolle/Funktion
- Lieferantenunternehmensdaten
- Hochgeladene Dokumente mit personenbezogenen oder Lieferanteninformationen
Kategorien betroffener Personen
Der Auftragsverarbeiter kann im Auftrag des Verantwortlichen personenbezogene Daten folgender Kategorien betroffener Personen verarbeiten:
- Mitarbeiter und berechtigte Nutzer des Verantwortlichen, die auf die Complir-Plattform zugreifen oder diese nutzen.
- Lieferantenkontakte und Vertreter, deren Informationen vom Verantwortlichen in der Plattform hochgeladen oder verwaltet werden.
- Subunternehmer oder externe Partner, deren Angaben in vom Verantwortlichen bereitgestellten Dokumentationen oder Compliancedaten vorkommen können.
Es ist nicht beabsichtigt, besondere Kategorien personenbezogener Daten (im Sinne von Artikel 9 der DSGVO) im Rahmen dieses Vertrags zu verarbeiten.
Sicherheitsmaßnahmen
Der Auftragsverarbeiter implementiert geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, darunter:
- Verschlüsselte Kommunikation (TLS)
- Rollenbasierte Zugriffskontrolle
- Regelmäßige Zugriffsüberprüfungen
- Protokollierung und Überwachung über Sentry
- Regelmäßige Backups
- Nutzung von ISO 27001-zertifizierten Infrastrukturanbietern
Betroffenenrechte und Unterstützung
Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen bei der Erfüllung seiner Pflichten gemäß Kapitel 3 der DSGVO (Betroffenenrechte), einschließlich Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerspruch.
Löschung oder Rückgabe von Daten
Bei Beendigung des Vertrags löscht oder gibt der Auftragsverarbeiter alle personenbezogenen Daten auf Verlangen des Verantwortlichen zurück, sofern nicht gesetzlich anders vorgeschrieben.
Prüfungsrechte
Der Verantwortliche kann die Datenverarbeitungspraktiken des Auftragsverarbeiters einmal jährlich mit 30 Tagen schriftlicher Vorankündigung prüfen. Die Prüfungskosten trägt der Verantwortliche, sofern kein wesentlicher Verstoß festgestellt wird.
Meldung von Verletzungen
Der Auftragsverarbeiter benachrichtigt den Verantwortlichen unverzüglich und spätestens innerhalb von 48 Stunden nach Kenntniserlangung von einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten.
Laufzeit
Dieser Vertrag bleibt so lange in Kraft, wie der Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.